Ein Zwei-Behälter-Kanban ist in der Fertigung einfach: Ist ein Behälter leer, geht seine Karte zurück an den Einkauf, und der Lieferant füllt ihn nach. Die Schwachstelle ist der Schritt dazwischen. Karten sammeln sich in einer Kiste, jemand tippt Teilenummern in eine E-Mail oder liest sie am Telefon vor, und unterwegs wird aus einem M6 ein M8.
Lieferanten, die Behälter vor Ort oder per Konsignation auffüllen, haben dasselbe Problem von der anderen Seite. Sie brauchen eine saubere Liste, welche Behälter leer sind, mit ihren eigenen Teilenummern, nicht das Foto eines handschriftlichen Zettels.
Trägt jeder Behälter bereits ein Barcode-Etikett, lässt sich die Liste durch Scannen der Etiketten erstellen. Das Smartphone zeigt zu jedem Scan den Teilenamen, eine falsche Karte fällt also schon am Behälter auf, und die fertige Liste geht als Datei im Anhang einer E-Mail an den Lieferanten.